Die Kulturseiten der Alexandrowka

Geschichte der Alexandrowka

Die Geschichte der Russischen Kolonie Alexandrowka

1812
Napoleons Russlandfeldzug von russischer Seite als der »Vaterländische Krieg« (Otetschestwennaja wojna) bezeichnet, endet mit der »Konvetion von Tauroggen« in der Abwendung Preußens von Frankreich.
König Friedrich Wilhelm III (1770-1840) rekrutiert aus in Potsdam verbliebenen russischen Kriegsgefangenen seinen ersten »Russischen Sängerchor« und unterstellt sie dem 1. Preußischen Garderegiment. Sie sangen während der Feldzüge zur Belustigung und Unterhaltung.
1813
Im März verbünden sich Preußen und Russland gegen das napoleonische Frankreich. Ehemalige russische Kriegsgefangene käpfen mit preußischen Soldaten Seite an Seite.
Die Befreiungskriege und der Treuebund zwischen den Alliierten Mächten bestärken die innige Freundschaft zwischen dem Preußenkönig und Zar Alexander I (1777-1840).
1819
Das Blockhaus Nikolskoe (Wannsee) wird nach einem Plan Carlo Rossis (1775-1849) erbaut.
1825
Der plötliche Tod Zar Alexanders I trifft den König von Preußen tief.
1826
Der Stiftungsgedanke des Friedrich Wilhelm III zur Kolonie Alexandrowka:
Es ist Meine Absicht, als ein bleibendes Denkmal der Erinnerung an die Bander der Freundschaft zwischen Mir und des Hochseeligen Kaisers Alexander von Rußlands Majestät, bei Potsdam eine Colonie zu gründen, welche ich mit den, von Seiner Gnaden Majestät mir überlassenen Russischen Sängern als Colonisten besetzen und Alexandrowka bennen will.«
Friedrich Wilhelm III
1827
Peter Joseph Lenné (1789-1866) entwirft das Landschaftskonzept für das Denkmal der Freundschaft »Russische Kolonie Alexandrowka« in seiner heutigen Form. Ein Hippodrom mit eingefasstem Andreaskreuz.
Die im russischen Stil errichteten 13 Häuser der Russischen Kolonie sind angelehnt an die Entwürfe des italienisch-russischen Architekten Carlo Rossi. Mit der Bauleitung der Kolonie wurde der Kapitän Adolf Snethlage (1788-1856) beauftragt. Das 14. Haus der Alexandrowka, das königliche Landhaus auf dem Kapellenberg, weicht in der Architektur von den Häusern in der russischen Kolonie ab. Der Entwurf stammt aus der Feder von A. Monteferrant.
Am 31. März verfügte der König den Einzug seiner russischen Sänger in das neu geschaffene Kunstdorf Alexandrowka. Am 2. April beziehen die Kolonisten ihre ihnen zugeteilten und vom König großzügig eingerichteten Häuser.
1829
Mit der feierlichen Weihe am 11. September der Alexander-Newski-Gedächtniskirche auf dem Minenberg, heute Kapellenberg, war das bauliche Ensemble »Alexandrowka« vollendet. Die Baupläne für die im romantisch-klassizistischen Stil gehaltene Kirche stammen von Wassilij Petrowitsch Stassow (1769-1848), die der Architekt Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) überarbeitet.
1840
Tod Friedrich Wilhelm III und Regierungsantritt seines Sohnes Friedrich Wilhelm IV (1795-1861). Nachlassendes Interesse an der Instandhaltung der Kolonie Alexandrowka.
1861
Der letzte der ehemaligen russischen Sänger von Friedrich Wilhelm III, Dimitrij Sergeeff, stirbt.
1927
Die Kolonie Alexandrowka wird am 1. April aufgrund der Enteignung der Hohenzollern durch die Weimarer Regierung Staatseigentum.
1949
Die Kolonie Alexandrowka wird der Landesregierung und dem Rat der Stadt unterstellt.
1977
In der DDR wird die Russische Kolonie Alexandrowka unter Denkmalschutz gestellt.
1999
Die Kolonie Alexandrowka wird in die UNESCO Liste der Welterbestätten aufgenommen.

© Kultur Alexandrowka e.V.

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