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Museumsdirektor entlassen

Museum Alexandrowka ohne Leitung

Nach überraschender Kündigung des bisherigen Direktors des Museums Alexandrowka, Dr. Andrej Tschernodarov, ist die Zukunft des Museums Alexandrowka im Haus Nr. 2 der Russischen Kolonie ungewiss. Sachliche Gründe für die Entlassung wurden bisher von keiner der beteiligten Seiten genannt. Das Museum bleibt vorerst, bis zum 14. März 2011, geschlossen.
Noch vor einem Jahr präsentierte der nun abgesetzte vierte Museumsleiter unter großer öffent­licher Aufmerksamkeit die Sonderausstellung »Geschichte einer Idee«. Anlass dafür war das fünfjährige Bestehen des Museums in der Alexandrowka, das sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2005 als bedeutungsvolles Ausflugsziel und als Informationszentrum zur Geschichte und Ent­stehung der Kolonie Alexandrowka in Potsdam etabliert hat. Unter der kurzen zweijährigen Leitung von Andrej Tschernodarov entstanden zahlreiche herausragende Ausstellungen wie z.B. &rauqo;Luise, Zar und Teufel — Europäische Russlandbilder«, »Fürstliche Mütter und Töchter zwischen St. Petersburg, Weimar und Berlin« oder »Das heilige Jahr«. Sie machten das Museum Alexan­drowka, das der Potsdam-Stiftung Kremer gehört, weit über Potsdams Grenzen hinaus bekannt.
Die Entscheidung, ob ein neuer Museumsdirektor eingestellt wird, ist noch nicht gefallen. Scheinbar besteht in der Potsdam-Stiftung Kremer der Konsens, dass es aktuell keine Kandida­ten gibt, die an das durch Andrej Tschernodarov vorgelegte hohe Niveau der Museumsführung heran kommen.
Fest steht nur, dass das Museum wieder öffnet und, dass das Museumscafe zukünftig zur Kostendeckung verpachtet werden soll. Bleibt zu hoffen, dass das Museum Alexandrowka seine Zielsetzung, Erkenntnisse über Geschichte und Entstehung der Alexandrowka zu gewinnen, auch weiterhin verfolgt.

Weitere Informationen siehe (externer Verweis)

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