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Dokumentation Alexadrowka 2009

»Alexandrowka 2009«

Unsere Festivaldokumentation »Alexandrowka 2009« können Sie mit folgendem Link als PDF herunterladen.

Integrazia

Einen Auszug aus der Dokumentation finden Sie hier:

Ein »Dorf« der Freundschaft mitten in Potsdam

Endlich waren einmal alle Tore an einem Tag für das Publikum geöffnet! Die offenen Gehöfte in der Russischen Kolonie Alexandrowka in diesem Jahr waren ein voller Erfolg. Die neu formierte »Singgemeinschaft der Kolonisten und ihrer Freunde« lud alle Besucher zum Mitsingen ein und überstrahlte die Festkulissen mit Sängerfreude. Ohne die breite Mitwirkung aller Bewohner der Alexandrowka und ihrer Freunde am »Festival der Russischen Kultur – Alexandrowka 2009« wäre sein Erfolg doch bescheiden geblieben. Deshalb möchten wir mit dieser Dokumentation allen herzlich danken, die das diesjährige Festival ermöglichten und mitgestalteten. Unseren Förderern und Sponsoren gilt unser ganz besonderer Dank.

Hauptanliegen unserer Gesellschaft »Kultur Alexandrowka e.V.« ist die Förderung von Kunst und Kultur in der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam. Die diesjährige Durchführung des »Festivals der russischen Kultur – Alexandrowka 2009« verfolgte das Ziel, das künstlerische Geschehen noch mehr in die Weite des »Dorfes« zu lenken. Wir begrüßten unsere Gäste zu einem Ereignis, bei dem die Russische Kolonie selbst die Bühne war, ihre Häuser und Gärten die Kulissen, die heutigen Bewohner und die engagierten Künstler ihre Akteure. Neben den Straßen, die ein charakteristisches Andreaskreuz bilden, waren in diesem Jahr erstmalig auch die Außenbögen rund um die Alexandrowka in die Festivalarchitektur einbezogen. Im südlichen »Ulanenbogen« und im nördlichen »Künstlerbogen« gab es Literatur, Gesang und Deftiges. Beide sich zu einem Hippodrom verbindende Bögen, die die sich in der Mitte kreuzenden Wege der Russischen Kolonie einfassen, bieten auf lange Sicht interessante Perspektiven für die weitere Ausgestaltung des Festivals. Bereits im nächsten Jahr sollen die weitläufigen Bögen des Hippodroms thematisch aufgeteilt werden und Kunstsparten wie die Literatur ihren eigenen Raum erhalten.

Sänger, Musiker, Lyriker begaben sich auf »Wanderschaft« quer durch die Alexandrowka mit zahlreichen, lauschig und anziehend hergerichteten Austragungsorten für die Kunst. Höhepunkte setzten die Wandelkonzerte unseres russischen Gastchores »Otkrowenije« aus Sankt Petersburg, der mit geistlichen Gesängen und russischen Volksliedern zahlreiches Publikum anzog. Die Einladung dieses erstklassigen Kammerchores gelang uns nur durch die entschiedene Unterstützung unserer Förderer.

Für viele Gäste ist der Besuch der Russischen Kolonie Alexandrowka immer wieder ein erfrischendes Erlebnis. Denn seit der Unterschutzstellung als Bau- und Gartendenkmal im Jahr 1977 sowie dessen Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 1999 hat sich viel verändert und verändert sich noch immer. Die Außenanlage und die grünen Wiesen sind gepflegt, sauber und schön anzusehen. Eine große Errungenschaft ist die Rekultivierung von Obstwiesen mit beachtlicher Sortenvielfalt in der Alexandrowka – rund 1.000 Obstbäume verschiedener historischer Sorten wurden vom Grünflächenamt der Stadt Potsdam neu angepflanzt. Für die Restaurierung der Häuser engagierten sich unter anderen gemeinnützige Investoren wie die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement, die Potsdam-Stiftung Kremer oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, wenn sie auch im Einzelnen unterschiedliche Ziele verfolgten: So dienten die Restaurierungsmaßnahmen der Einrichtung eines russischen Teehauses, eines Museums oder der originalgetreuen Wiederherstellung einiger Häuser für ein Leben im Denkmal.

Unserem Wunsch und dem der Förderer, die diesjährigen Festivitäten ohne Eintritt zu organisieren, wollen wir auch im nächsten Jahr wieder zuarbeiten. Das »Festival der russischen Kultur« in der Alexandrowka soll jedem Neugierigen, jedem spontanen Besucher offen stehen. Mit unserer Kulturarbeit und besonders mit dem von »Kultur Alexandrowka« initiierten und mittlerweile sich etablierenden »Festival der Russischen Kultur« sollen auf natürliche Weise die Beziehungen mit den russischsprachigen Mitgliedern unserer Gesellschaft und den Menschen der Russischen Föderation vertieft werden. Dies mittels des Schönen und Wissenswerten, was die Kulturen auf russischer und deutscher Seite auszeichnet: ihre Musik, ihre Literatur, ihre Sprache, ihre Geschichte, ihr Alltag. Der vom preußischen König Wilhelm III. und dem russischen Zar Alexander I. als auch in unserer Geschichte deutsch-russischer Beziehungen begründete uralte Freundschaftsgedanke erfährt dadurch seine Fortsetzung.

Wir möchten alle Akteure, Förderer und Sponsoren einladen, auch zukünftig an der Gestaltung des Alexandrowka-Festivals als russisches Kulturfest in der Hauptstadt des Landes Brandenburg mitzuwirken.

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