Die Kulturseiten der Alexandrowka

Ein Film über die Russische Kolonie

»Alexandrowka — Das Sängerdorf des Königs«

Valentina (Off):
Alexandrowka. Ein Name, so fern und nah wie Atlantis... Alexandrowka, wenn ich es aufsuche, würde ich dann einem großen Geheimnis auf der Spur sein?

Ich war bereits auf dem Weg. Schuld war meine Großmutter. Sie hatte mir diese Briefe gezeigt. Briefe von einem Mann, der nicht schreiben konnte. Briefe an eine Frau, die nicht lesen konnte. Sie hieß Valentina wie ich und musste sie sich von der Frau des Dorfvorstehers vorlesen lassen. Es waren Liebesbriefe von einem Dimitri, die sie verstecken musste. Liebesbriefe, von denen Valentinas Ehemann nichts erfahren durfte. Der hatte sie geheiratet, obwohl sie damals schon eine elfjährige Tochter hatte. Und dieses uneheliche Kind, meine Urahnin, war wahrscheinlich die Tochter von Valentinas Geliebten Dimitri. Behauptet meine Großmutter. Wenn sie Recht hat, habe ich einen geheimen Großvater mit sechsmal Ur davor. Er lebte und starb in Deutschland. Als es das noch gar nicht gab.

Dies sind ersten Zeilen aus dem Drehbuch »Alexandrowka — Das Sängerdorf des Königs«, verfasst nach Ideen von vier Schülerinnen und Schülern des Gymnasial-Russischkurses in der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Gesamtschule in Potsdam.

DVD-Cover
 DVD Vorderseite

Mehrere Monate setzten sie sich mit der Geschichte der Alexandrowka auseinander. Ihr Ziel war es, aus ihrer persönlichen Sicht einen Film über die Russische Kolonie zu gestalten. Anregungen für das Drehbuch gab die Publikation »Die russischen Sänger des Königs und die Kolonie Alexandrowka in Potsdam« von Bettina Altendorf.

Die Film-Geschichte handelt von einer Schülerin aus Sankt Petersburg, die auf den Spuren ihres Ururgroßvaters, einem russischen Soldatensänger, nach Potsdam reist. Sie hatte erfahren, dass dieser seine Liebe in Russland für das Leben in Preußen aufgeben musste.

Der Hintergrund

DVD-Cover
 DVD Rückseite

Anregungen für das Drehbuch gab die Publikation »Alexandrowka — Das Sängerdorf des Königs« (in zweiter Auflage 2008 beim Verlag Bäßler erschienen) von der Historikerin Bettina Altendorf. Hierin abgedruckt sind viele Bittschreiben an den König und Stifter der Kolonie Friedrich Wilhelm III., in denen die Kolonisten um Unterstützung nach erlebtem Missgeschick ersuchen.

Eine Auseinandersetzung mit einem Stück Regionalgeschichte Potsdams, die bei den Jugendlichen Eindruck hinterließ.

 

Das Drehteam

Elf Jugendliche im Alter von 17 bis 19 Jahren realisierten diesen Alexandrowka-Film. Fast alle sind sie russische Muttersprachler, die seit einigen Jahren in Potsdam und Brandenburg leben. Beraten und unterstützt wurden sie von Regisseur Michael Kann, der Medienwerkstatt Potsdam und von ihren Lehrern und Betreuern.

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Eine DVD kann bei der Gesellschaft »Kultur Alexandrowka e.V.« für 10 € erworben werden. Bei Interesse nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.

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